Cu Chi Tunnel

Erster Tag: Ausflug zu den Cu Chi Tunneln, welche circa 50 km nördlich von Ho Chi Min City in Ben Dinh liegen.

Mit TM Brothers Café waren wir unterwegs in die spektakulären Tunnel. Unser Guide Chui erzählte uns einige interessante Dinge dazu. Leider hab ich nicht alles, verstanden da sein und mein Englisch nicht so gut sind und der L-touch, den die Asiaten mitbringen macht es nicht gerade leichter :).
Die Tunnel sollen ca. 80 cm hoch und 40 cm breit gewesen sein, also nur für asiatische Körper gedacht. Insgesamt hatten sie eine Länge von 250 km, enorm wenn man bedenkt das alles mit der Hand gegraben wurde. Dabei stiessen die Vietcong schon mal auf Schlangen, Skorpione und Spinnen, die sie dann sammelten und für die GIs (amerikanische Soldaten) parat hielten, wenn diese in einen der grausamen aus Bambus oder sonstigem Holzmaterial gefertigten Falltüren tappten.
Von Cu Chi Tunnel

Man sagt den Vietcong nach, dass sie vom Erdboden verschwunden waren und dies nicht zu unrecht, am Anfang unserer Tour kann man in einem Klassenzimmer an einem Modell den Querschnitt des Tunnelsystems sehen, sowie eine Landkarte des Gebietes, wirklich beeindruckend. Ein alter Schwarzweissfilm in schlechter Qualität gibt Hintergrundinformation und danach geht es zur ersten Attrappe für die Touristen.
Ein Loch im Erdboden, welches gerade mal 30 mal 40 cm misst um den ersten Eindruck der Tunnel zu vermitteln. Wahnsinn wenn man bedenkt, dass die Menschen manchmal wochenlang unter der Erde ohne einen Lichtstrahl lebten.
Mischa ist natürlich hinein, ich habe darauf verzichtet, man weiss ja nicht ob irgendwelche Tiere da unten sind.
Von Cu Chi Tunnel

Danach sahen wir grosse Trichter im Erdboden, die von einer Bombe aus einer B-52 stammten und circa 10 Meter Durchmesser hatten, einige Fallen auf welche ich nie treffen möchte und Panzerüberreste.
Am beeindruckendsten fand ich die Tunnel, welche ich leider nur 5 Meter weit sehen konnte, da ich das klaustrophobische Abenteuer nicht ohne eine Panikattacke überstanden hätte. Mischa hat natürlich die ganze Strecke (welche für Touristen vergrössert wurde) gemacht und ich hab mir schon Sorgen gemacht, als alle schon raus waren nur er nicht.
Von Cu Chi Tunnel

Zum Schluss gab es vietnamesische Süsskartoffeln (Tapioka) mit Salz und Nüssen, sehr authentisch und Tee aus Wurzeln. Zu erwähnen ist noch das ausgeklügelte Abluftsystem, welches die Vietcong zum Kochen benutzten, sie leiteten den Rauch aus den Tunneln hinaus in einen als Termitenhügel getarnten Abluftschacht,welcher nur sehr wenig Rauch nach oben abgab und es somit für die amerikanischen Piloten nicht möglich war, ihn zu sehen. Eine delikate Frage stellten wir natürlich auch: wie verrichteten die Vietcong ihr Geschäft? Ja, da hatte jeder seine eigene Blechdose, die ihm dazu nützte. Es waren viele Frauen bei den Guerillero dabei und so entstanden einige Ehen und Kinder im Tunnelsystem.

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